Struktur von Normalzement

Auf Grund der Form und der Oberflächenspannungen zwischen den einzelnen  Zementpartikeln, hat Normal Zement eine relativ offenporige Mikrostruktur. Eine hohe Menge Wasser ist notwendig um eine gute Konsistenz zu erreichen. Die hohe Wassermenge ist verantwortlich für die niedrige Druckfestigkeit und schlechte Haltbarkeit des Bindemittels.

Struktur von Zementpasta

Die Entwicklung von Superverflüssiger als Fliessmittel für Zement eliminierte die Oberflächenspannungen zwischen den Zement Partikeln, und weniger Wasser war notwendig um die richtige Konsistenz zu erreichen.  Die Mikrostruktur des Bindemittels wurde dichter und die Druckfestigkeit und Haltbarkeit des Bindemittels wurde dadurch erhöht.

 

Zementpasta mit Superverflüssiger.

Die Kombination von Superverflüssiger, Netzmittel und ultrafeinen Partikeln, als Kugellager zwischen den Zement Partikeln reduzierte den Wasserbedarf und verbesserte die Fliesseigenschaften des Bindemittels dramatisch. Die Mikrostruktur des Bindemittels wurde dadurch extrem dicht und die Druckfestigkeit und Haltbarkeit des Bindemittels wurde auf eine neue, bisher unerreichte, Festigkeitsebene gebracht.

 

Mikrostruktur Binder

Ein Teil des ultrafeinen Füllers im Contec Bindemittel reagiert mit dem schwachen Kalciumhydroxid und bildet Kalciumsilikathydrate. Diese Reaktion sorgt für besonders hohe Dichte und Festigkeit im Bindemittel.

Dichte

Auf Grund der besonders hohen Dichte in der Mikrostruktur können die aggressiven Medien kaum in den Mörtel oder Beton eindringen. Dadurch wird die Haltbarkeit gegenüber den chemischen und thermische Belastungen im Vergleich zu Normalbeton deutlich verbessert.

Säurebeständigkeit

Contec Bindemittel haben einen deutlich besseren Wiederstand gegenüber Säureangriffen als Normalbeton. Im Vergleich zu einen Zement mit W/Z-wert von 0,30 ist die Chemische Widerstandseigenschaft von Contec Bindemittel mindestens 3 Mal höher.
Contec Bindemittel sind meistens absolut Beständig gegenüber basischen Angriffen.

 

Druckfestigkeit

Extrem hohe Druckfestigkeiten werden mit unseren neuen Bindemitteln erreicht. Druckfestigkeiten des ausgehärteten Mörtel oder Beton von 100–200 N/mm2 sind somit keine Ausnahme sondern auf jeder Baustelle machbar.
Für spezielle Anwendungen sind Druckfestigkeiten von 300-400 N/mm2 inzwischen auch in der Praxis möglich.

Verschleissfestigkeit

Auf Grund der besonders hohen Festigkeit des Contec Bindemittels kann der Böhmewert nach Bedarf gesteuert werden. Dies ist besonders Vorteilhaft bei Herstellung von dünnen Estrichen, Industriefußböden oder Verschleißbeschichtungen in der Schwerindustrie. Da der Verbund zwischen dem Bindemittel und den Zuschlägen sehr hoch ist, können hochwertige Zuschlägen voll ausgenutzt werden.

 

Haftung Fasern und Armierung

Auf Grund der dichten Mikrostruktur haften selbst sehr feine Stahl- und Kunststofffasern besonders gut in Contec Beton. Fasermengen bis zu 800 kg/m3 Mörtel sind  technisch machbar. Bei hohen Fasermengen in der Mischung kann, das spröde Contec Bindemittel in ein duktiles Material geändert werden. Im vergleich zu Normalbeton kann in Contec Beton ein sehr hoher Anteil an Baustahlarmierung verwendet werden.

Festigkeit ist abhängig von den Zuschlägen

Weil das Contec Bindemittel deutlich höhere Festigkeiten erreicht als Normalzement, sind die Eigenschaften der Zuschläge viel wichtiger als bei Normalbeton. Hohe Werte der Druck- und Verschleissfestigkeit werden dadurch erreicht, dass man harte Zuschläge wie z.B. Bauxit und Korund verwendet. Im Bild sehen sie eine Bruchstelle von UHPC mit Bauxit. Das Bruchbild entspricht dem Bild bei einem  Bruch von Granit.